Drove war schon zur Keltischen Zeit besiedelt.

 

Da hier auf den Höhen über dem Rurtal große Freiflächen, die der Rothirsch braucht, vorhanden waren, war es nicht verwunderlich, daß die Drover Burgherren, denen das Jagdrecht auf dieses edle Wild zustand, den Rothirsch in ihr Wappen übernahmen. So wurde der springende Hirsch auch später zum Wappentier der früheren Gemeinde Drove.

Um 500 n. Chr. gehörte Drove zum Frankenreich, daher stammt das Patronat des Hl. Martin.

 

Ein Gang durch unser Gotteshaus :

Wenn Sie unsere Pfarrkirche betreten, wird Ihnen das Kreuz auffallen, das das Mittelschiff prägt und zwischen den Jahren 1540 - 1550 in Drove entstanden ist.

Unter diesem Kreuz und dem geschnitzten Corpus versammeln wir uns zum Gottesdienst und zum persönlichen Gebet.

Im Mittelpunkt des Altarraumes steht der Zelebrationsaltar, der am 2. Mai 1981 geweiht wurde. Im Rückraum der Chorhalle steht der Hochaltar, in dem das Allerheiligste aufbewahrt wird.

So brennt als Zeichen unserer Verehrung das sogenannte Ewige Licht. Auch Sie sind eingeladen, in der Gestalt der Eucharistie unseren Messias zu verehren.

Von der frühen Kirche sind nur noch eine Altarmensa mit romanischen Arkaturen ( neben der Sakristei, während der Krippenausstellung nicht sichtbar ) und der Taufsteinsockel

jeweils aus dem 12. Jh. vorhanden. Der Altar ist dem Hl. Paulinus, dem Hl. Gereon und der Hl. Ursula geweiht. Während des Kirchenjahres ist dieser Altar als Marienaltar geschmückt und ist der Grund für eine

"Thronende Madonna mit Jesuskind". Diese Plastik ist etwa um 1350 entstanden.

Die heutige Kirche ist Anfang des 16. Jh. gebaut worden, davon zeugt das Fenster über dem Taufbecken im nördlichen Seitenschiff. Es zeigt den Stifter Pfarrer Hildebrand von Weworden ( 1470 - 1538 ). Hildebrand, später Pfarrer an St. Martinus ( jetzt St. Anna - Düren ), vertrat diese Pfarre in Rom im Streit um das Haupt der Hl. Anna.

 

Wenn Sie das nördliche Seitenschiff heruntergehen, kommen Sie an einem barocken Altar ( 17. Jh. ) vorüber, dessen zentrales Bild den Hl. Apostel Matthias zeigt.

Mit ihm ist unsere Gemeinde eng verbunden, so pilgern seit über 300 Jahren Gemeindemitglieder aus Drove an das Grab des Apostels in Trier.

Wenn Sie weitergehen, dann entdecken Sie das Bildnis der schmerzhaften Mutter Gottes, der Pieta ( Ende 15. Jh. ).

Eingang und Ausgang der Kirche ist bewacht vom Hl. Martin. Im Glasfenster ist seine große - kleine Tat gezeigt, den Menschen ein Vorbild - und allen ein Auftrag.

 

Die Kirche ist erbaut als dreischiffige Hallenkirche, unter Verwendung von Bruchsteinen und römischen Ziegeln. Der Westturm ist zweigeschossig. Im Glockenturm hängen 4 Glocken, von denen zwei aus dem

Jahr 1362 ( Glockengießer Conrad von Köln ) stammen, eine aus dem Jahr 1597 ( Jan H. von Trier ), eine aus dem Jahr 1951 ( Petit & Edelbrock - Gescher ).